7.-15.08.2009 Special Tour - von Dresden nach Hamburg mit dem Rad entlang der Elbe
Vom 7. bis 15.August 2009 fand unter dem Titel "Special Tour" die erste Radtour entlang des Elbe-Radweges von Dresden nach Hamburg statt. Abschluss und Höhepunkt dieser Tour war die Teilnahme von 6 Special Olympics Athleten an den 14.Vattenfall Cyclassics rund um die Hamburger Binnenalster. Lesen Sie im Tagebuch der Athleten. Am Ende dieser Seite finden Sie auch die Ergebnisse und Zeiten der Specialclassics im Rahmen der 14.Vattenfall Cyclassicss in Hamburg.
Die Athleten stammen aus Sachsen (Görlitz, Radeberg und Dresden) und Baden-Württemberg. Während der gesamten Strecke waren 2 Betreuer auf Rädern sowie ein Begleitfahrzeug zur Absicherung dabei.
Tagebuch
7. August 2009 - Start und 1.Etappe
Es ist soweit. Nachdem auf der Rückfahrt von den Special Classics 2008 der Gedanke reifte, im nächsten Jahr mit dem Fahrrad auf dem Elbe-Radweg nach Hamburg zu fahren, ist es nun nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitung soweit - die erste Etappe liegt vor den Jungs.
An der Tour nehmen teil:
die Special Olympics Athleten Holm Hoffmann, Daniel Naumann, Kai Krause, Falk Lommatzsch und Boris Kogel von Special Olympics Sachsen, sowie David Pancke von Special Olympics Baden-Würthemberg. Die Sportler werden auf dem Rad begleitet von Landessportkoordinator Lutz Höhne, Michael Diener und Roland Pancke. Die Begleitfahrzeuge werden gesteuert von Harald Hoffmann und Mechthild Pancke, die zugleich Köchin und Trösterin für die Sportler ist.
Um 11:30 Uhr ist Treffpunkt auf dem Theaterplatz in Dresden. Die Räder werden fertig gemacht, das Gepäck wird in den Autos verstaut, Presse (Dresdner Morgenpost, s. Artikel) und Fernsehen nehmen ihre Arbeit auf. Der Tourchef Lutz erläutert allen Teilnehmern das Anliegen der Fahrt: es ist kein Radrennen (das findet am 15.August in Hamburg statt). Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer jede Etappe mit allen beendet. Carsten Bergemann, aktueller Deutscher Meister im Bahnsprint und zweimaliger Olympiateilnehmer, der gleichzeitig die Fahrer von Special Olympics Sachsen coacht, wünscht allen Teilnehmern eine gute Fahrt, viel Spaß und Hals- und Beinbruch und gibt den Start frei.
Die ersten 15 km begleitet er auf dem Rad gemeinsam mit Wolfgang Kogel, dem Familienbeauftragten von SODiS, die Truppe.
Ziel der ersten Etappe ist Mühlberg an der Elbe, Haus Seeblick. Als das Ziel erreicht ist, sind die ersten 71 km abgespult mit einem Schnitt von 29 km/h. Der Rückenwind hat einen wesentlichen Anteil an dem guten Schnitt. Auf der Strecke waren zwei Stürze, die aber ohne schwere Folgen blieben, zu verzeichnen. Der erste, der sich hinpackte, war Boris, und kurz vor dem Ziel ereilte es Vater Roland Pancke. Hier gilt folgender guter Rat: die Stützräder baut man erst ab, wenn man ganz sicher auf dem Rad ist.
Auf der Tour werden zwei große Städte passiert: Meißen und Riesa.
Fazit: alle im Ziel, allen hat es Spaß gemacht, Quartier und Essen prima.
8. August 2009 - 2.Etappe
Nach einer guten Nacht geht es heute über 105 km nach Lutherstadt Wittenberg, Abfahrt 10:15 Uhr. Eine schöne Strecke mit herrlicher Landschaft immer an der Elbe entlang. Um 17:15 Uhr ist Ankunft in Wittenberg. Die ersten Sonnenbrände im Gesicht und auf den Knien sind zu behandeln aber alle sind noch guter Dinge, auch wenn sie in den Beinen und am Hintern spüren, welche Strecke hinter ihnen liegt. Wieder gab es drei Stürze, aber auch diesmal ohne große Folgen. In Torgau an der Elbe wird noch ein Foto vor dem Denkmal, welches an das historische Zusammentreffen von Soldaten der Roten Armee und US-Soldaten am Ende des zweiten Weltkrieges erinnert, geschossen. Zum Abendessen gibt es Geschnetzeltes mit Reis, ein Lob an die Köchin. Große Aktionen finden dann nicht mehr statt, denn alle wollen so schnell wie möglich ins Bett.
9. August 2009- 3.Etappe
Das Aufstehen fällt heute schon etwas schwerer, aber es nutzt nichts, denn 130 km liegen vor dem Peloton. Das Wetter ist immer noch prima, blauer Himmel, Sonnenschein und nach wie vor ein leichter Rückenwind. Abfahrt ist 10:15 Uhr. Ziel heute ist das Wasserstraßenkreuz Hohenwarte bei Magdeburg. Auf unserer Tour kommen wir an Dessau und Magdeburg vorbei. Von der heutigen Etappe sind folgende Ereignisse zu vermelden: Daniel wird von einer Wespe in die Lippe gestochen, Holm stürzt, weil ihm ein Hund ins Rad läuft, Daniel packt sich hin und zweimal haucht ein Reifen die Luft aus, betroffen sind David und Daniel. Damit erreicht Daniel drei Punkte und wird zum Mann des Tages gekürt.
Ankunft in Hohenwarte ist um 19:30 Uhr. Man sieht allen die Mühen des Tage an, aber keiner denkt daran, aufzugeben.Der Tagesdurchschnitt von ca. 25 km/h ist so schlecht nicht.
Zum Abendbrot wird gegrillt und dann geht`s in die Falle, denn morgen wartet die nächste Etappe.
10.August 2004 – 4.Etappe
Nachdem gestern mit 130 km der längste Kanten der Tour abgeritten wurde, ging es heute nach einer ruhigen Nacht weiter. Immer Richtung Norden entlang der Elbe vorbei an Orten wie Jericho mit seiner berühmten Klosterkirche, Tangermünde und Stendal. Tagesziel ist der Reiterhof der FamilieTrumpf in Hohenberg-Krusemark. Die Strecke heute ist 75 km lang, einmal setzen wir mit der Fähre über und es geht auf der Westseite der Elbe weiter. Abfahrt ist 10.17 Uhr bei nach wie vor bestem Wetter, vielleicht etwas zu schwül aber wenn man nicht trödelt kühlt ja der Fahrtwind (zu schnell ist auch nicht gut, sonst erfriert man). Falk macht einen auf ruhig und läßt sich mit dem Auto chauffieren. Daniel entwickelt sich zum Pechvogel, heute hatte er wieder einen Platten.
Um 16.10 Uhr Ankunft in Hohenberg-Krusemark. Tagesdurchschnitt 30 km/h bei leichtem Schiebewind, das grenzt schon an Raserei. Nach Duschen und erstem durchatmen noch eine kleine Reparatur, im Hinterrad von Lutz ist eine erbärmliche Acht auszurichten, die Jungs aus der Fahrradwerkstatt der Lebenshilfe Dresden werden es schon hinkriegen.
Zum Abendbrot reichen Mechthild und die anderen Betreuer Spaghetti, Tomatensoße mit Wurst und Käse – eine echte Radfahrermahlzeit. Getrunken wird auch, Cola, Wasser und andere Getränke, ob auch Bier wird dem Tourberichterstatter nicht mitgeteilt.
Soweit für heute, morgen geht es weiter nach Dömitz, das wird wieder ein langer Kanten.
11.August 2009 – 5.Etappe
Heute ging es von Hohenberg-Krusemark nach Dömitz.
Abfahrt war um 10.00Uhr. Wir sind in der Altmark. Größere Ortschaften, die an der Strecke lagen, sind Havelberg und Wittenberge, allerdings auf der anderen Seite der Elbe. Wir fahren auf der Westseite. Der bekannteste Ort, den wir passierten war Gorleben. Es war aber ruhig, da wir in unserem Gepäck keinen Atommüll hatten.
Das Wetter war heute etwas durchwachsen mit einem gewaltigen Schauer. Kurz untergestellt und es ging weiter.
Ankunft in der „Radlerpension zur Festung“ Dömitz um 18.45 Uhr nach 120 km mit einem Schnitt von 27 km/h. Es sieht so aus, als hätten wir uns eingerollt.
Natürlich gab es auch wieder 2 Missgeschicke, auf die wir ganz verzichten können. Eine Reifenpanne (David) und ein Sturz (Tourchef Lutz). Der Sturz ist insofern überflüssig, da Lutz den Arm erst kurz aus dem Gipsverband hat. Im Pulk fahren ist allerdings wirklich nicht so einfach und es passiert auch den besten Profis zuweilen. Wir drücken die Daumen, dass es nicht so schlimm ist.
In der Radlerpension hat Mechthild keine Möglichkeit zu kochen, also gehen wir in eine Kneipe. Für alle wird Schnitzel bestellt.
Morgen geht es nach Lauenburg, das sind keine 100km.
Aus der Heimat (von dem, der dafür sorgt, das unser Tagebuch ins Internet kommt) erhielten wir den Hinweis, dass morgen gegen Nachmittag mit Regen zu rechnen ist. Das heißt, wir werden nicht zu spät losfahren.
12.August 2009 – 6.Etappe
Heute geht es in die vorletzte Etappe. Alle sind nach wie vor gut drauf. Zum Sturz von Lutz am gestrigen Tag nur soviel, der Arm ist bandagiert, zu Hause muss sich das der Arzt angucken, Lutz beißt sich aber durch.
Die heutige Etappe geht von Dömitz nach Lauenburg über 80 km. Das Wetter ist durchwachsen, der Himmel bewölkt, 3 Regenschauer müssen wir über uns ergehen lassen. Die Temperatur liegt zwischen 16 – 20 Grad und der Wind kommt in der Regel von vorn links, der Fachmann spricht von Kantenwind, manchmal weht er heftig. Da aber alle ziemlich dicht aufeinander fahren und den Windschatten nutzen, ist zum Ende trotzdem ein Schnitt von 28 km/h zu verzeichnen. Natürlich machen wir ca. alle 20-25 km Pause, essen einen Snack und trinken was, denn während der Fahrt muss man sich sehr konzentrieren. Der Tag geht ohne Sturz und Pannen über die Bühne, es scheint ein Glückstag zu sein ( Vater Pancke geht die letzten Meter zu Fuß, um dieses Ergebnis nicht noch zu vermasseln). Während der Fahrt kommen wir an den Orten Hitzacker (durch das große Elbehochwasser aus dem TV bekannt), Bleckede und Boizenburg vorbei.
Unser heutiges Quartier ist in der Jugendherberge „Alte Zündholzfabrik“ in Lauenburg. In der Jugendherberge ist das Selberkochen nicht erwünscht, so dass Mechthild arbeitslos ist. Das angebotene Büfett ist aber reichhaltig, die Preise verträglich so dass es nichts zu meckern gibt.
Wir sind jetzt in Norddeutschland angekommen, die Menschen hier sind sehr zurückhaltend (böse Stimmen sagen dröge), wenn sie aber mitkriegen, was wir für eine Truppe sind, ist sofort Interesse da.
Da können wir auch mal ´n bisschen Reklame für Special Olympics machen – viele haben davon noch nie was gehört. Um so beachtlicher finden sie es, was wir hier machen und was man mit einem Handicap für Leistungen erreichen kann.
Morgen geht es in die Schlussetappe. Wir werden wahrscheinlich weiter an der Elbe bis Hamburg fahren (Die Chefs werden heute Abend noch darüber befinden).
Das war´s für heute. Bis morgen!
13.August 2009 – 7. und letzte Etappe
WOW, wir haben es geschafft, die letzte Etappe unserer „Mission Possible“ ist geschafft. Wir sind in Hamburg.
Aber von Anfang an. Abfahrt in Lauenburg um 10.05 Uhr. Die Tourleitung hat sich gestern Abend entschieden – wir fahren mit dem Rad bis Hamburg und von dort mit den Autos ins Quartier in Kakenstorf, Schullandheim Elstetal in j.w.d.
Die Strecke ging rechtselbisch über Geesthacht rein nach Hamburg (vorbei auch am Atomkraftwerk Krümmel). Der Elberadweg ist prima ausgeschildert, für Rennfahrer ist es aber nicht so doll, eher für gemütliche Hollandradfahrer. Nach 58 km und diversen Pausen (man will ja auch mal gucken), außerdem ist es die letzte Etappe (bei der Tour de France trinken sie da auch schon Champagner), landen wir gegen 15.30 Uhr an den Landungsbrücken. Wer Hamburg kennt, weiß, dass wir den interessanten Ecken von Hamburg ganz nah sind.
Die Tourbegleiter ( Grit und Harald Hoffmann und Mechthild Pancke) hatten am Ziel ein Transparent von Special Olympics aufgespannt, zufällig spielte dort auch eine Straßenkapelle, viele Touristen und Hamburger wurden aufmerksam und als wir eintrudelten, war richtig Stimmung. Der Sturz von Falk auf der heutigen Etappe war da schon fast vergessen. Das Wetter war nicht so toll, Wind wieder von der Kante, ab und zu ein bisschen Regen, aber das spielte heute nicht so eine große Rolle. Dass am Ziel alle strahlten, hatte mit der Passage am Atomkraftwerk nichts zu tun. Nachdem wir uns genügend gefeiert hatten, wurden die Räder auf den Anhänger geladen und es ging ins Quartier in das Schullandheim.
Morgen werden wir mal Hamburg unsicher machen. Nachmittag kommt dann der Rest der Sachsencrew (Fam. Kogel mit Tom). Vater Kogel hat schon angekündigt, dass dann zur Lockerung noch 20 km auf dem Rad gerollt werden müssen, denn am Sonnabend wird es ernst, die Vattenfall Special Classics stehen auf dem Programm. Die Truppe hat sich vorgenommen alle unter die Top 10 zu bringen. Wir werden sehen ob es klappt.
Das für heute. Wir melden uns nach dem Rennen noch mal.
15. August 2009 – Vattenfall Specialclassics – Das Rennen
Heute ist nun das Ereignis, wegen dem wir eigentlich nach Hamburg gekommen sind – die Vattenfall Special Classics, der diesjährige Höhepunkt für die Radfahrer von Special Olympics.
Gestern haben wir in Ruhe den Tag in unserem Quartier im Schullandheim Estetal in Kakenstorf, ca. 50 km von Hamburg entfernt, verbracht. Nach Hamburg rein wollte keiner (wegen der Entfernung), so haben wir die Räder ein bisschen gepflegt, eine kleine ruhige Trainingsfahrt über ca. 25 km (in 2 Std.) gemacht und ansonsten relaxed. Boris hat ab Mittag auf seine Eltern und Bruder Tom gewartet und war glücklich, als sie dann um 16.30 Uhr eintrudelten. Am Abend wurden dann die Erlebnisse der vergangenen Tage ausgewertet und es war sehr lustig.
Heute früh war zeitig wecken (manche wuselten schon ab sechs rum), 4 Duschen für 70 Männlein und Weiblein, wer zuerst kommt duscht zuerst. Ab 7 Uhr gab es Frühstück und gegen 8:30 Uhr ging es ab nach Hamburg, da durch die Veranstaltung auch mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen war.
Es ging aber, und um halb zehn standen alle Fahrzeuge auf dem Gänsemarkt. War aber nichts, die Fahrzeuge mussten wieder weg. Im Laufe des Tages klärte sich aber alles, und dem Ablauf der Specialclassics stand nichts mehr im Wege. Gegen 10:30 Uhr wurden auf dem Rathausmarkt auf der Bühne vom NDR dann die Special Classics feierlich eröffnet, mit Einmarsch der Vertreter der Landesverbände (das Schild von Sachsen trug Kai Krause), auch eine Mannschaft aus Holland war da, die Fahne von Special Olympics wurde hereingetragen, die olympische Flamme wurde entzündet, der Eid wurde gesprochen (In Holländisch, Deutsch und Englisch) und es erklang die Hymne. Das ganze Zeremoniell machte natürlich auch die anwesenden Besucher auf die Truppe von SO aufmerksam. Unsere Aktion, von Dresden nach Hamburg mit dem Rad zu kommen, wurde bei der Eröffnung natürlich auch gewürdigt, Holm musste extra auf die Bühne und wurde interviewt.
Und dann ging es los, im ersten Wettbewerb waren wir aber nicht dabei, da konnten wir uns noch ein wenig von der Atmosphäre beeindrucken lassen und uns vorbereiten. Um 15:20 Uhr war aber Schluss mit lustig, aufstellen am Vorstart, 20 min warten, vorziehen zum Start, 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 und ab ging es. Holm und Daniel gleich an die Spitze, begleitet von Mario Kielgaß vom Bodelschwinghhof Mechterstädt und Andy Mälzer ( SG Finneck Sömmerda). Ausgang der ersten Runde gingen dann Holm und Mario in Führung, erst Andy und dann Daniel mußten abreißen lassen. Dann passierte aber das Unglück. Mario Kielgaß, der seinen Trainingssturz vom Frühjahr gerade überwunden hatte (mit Totalschaden am Rad) konnte einer Verkehrsinsel nicht ausweichen und stürzte. Ihm ist körperlich Gott sei Dank nicht viel passiert, das neue Rad ist aber hinüber und in ihm siehts offensichtlich nicht gut aus.
Holm fuhr dann seinen dritten Sieg in Hamburg in Folge sicher nach Hause, Daniel konnte sich von Andy Mälzer lösen und wurde Zweiter. Die Tourteilnehmer hatten sich ja vorgenommen, in die Top 10 zu fahren; hier die restlichen Platzierungen: David wurde 4., Boris 6. und Falk belegte den 9. Platz.
Kai war in der Rennradklasse gemeldet und belegte da den 20. Platz. Da er aber mit dem Mountain Bike gefahren ist, belegte er in dieser Klasse mit seiner Zeit den 6. Rang. Damit waren alle zufrieden, bis auf Boris, der wieder mal die erste Runde verschlafen hat und damit eine bessere Platzierung verschenkte. Da hat der Trainer Carsten Bergemann noch eine ganze Menge Arbeit bis Bremen.
Tom Kogel, der dass Sachsenteam vervollständigte belegte insgesamt den 41. Platz und absolvierte seinen Wettkampf prima. Vater Kogel, der Tom auf Grund seines Handicaps begleitete, war im Ziel auch ziemlich fertig und musste erst mal einen halben Liter „Getränk“ zu sich nehmen.
Die Siegerehrung danach war noch einmal ein Höhepunkt. Auf der Bühne auf dem Rathausmarkt wurden die Sieger und Platzierten geehrt (Gelbes Trikot für den Ersten und Gold-, Silber- und Bronzemedaillen) sowie Erinnerungsmedaillen für alle Teilnehmer. Die Siegerehrung wurde u.a. von Radstar Erik Zabel sowie von Joe Kelly (Kellyfamilie und Extremsportler) durchgeführt. Das war noch mal was, mit Autogramm von Erik Zabel aufs Trikot oder den Helm.
Insgesamt war der Wettkampf also für alle erfolgreich verlaufen.
Am Abend dann eine große Grillfete, manche sind erst ins Bett, als es wieder hell wurde.
16.August 2009 – Epilog
Am Morgen dann der Abschied von Hamburg. Familie Pancke fährt wieder nach Baden Württenberg, Familie Kogel nach Görlitz und der Rest im VW von Hoffmann’s Richtung Dresden.
Mario Kielgaß, der Pechvogel vom Vortag gab seinen in der Nacht gefassten Entschluss bekannt: Er will nicht mehr aufs Rennrad. Hoffentlich überlegt er es sich noch, denn er gehört eigentlich dazu.
Was bleibt am Ende dieser Woche?
Die Teilnehmer der Tour haben als Botschafter das Anliegen von Special Olympics durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen getragen.
Allen Beteiligten hat es unverschämt großen Spaß gemacht. Den Athleten hat es wieder mal Selbstvertrauen in ihre eigene Kraft und Möglichkeiten gegeben. Sie haben auf der Tour nicht nur Kilometer geschrubbt, sondern viel gesehen und gelernt. Sie werden nächstes Jahr wieder an so einer Tour teilnehmen, wenn es klappt.
Am Ende gilt es Dank zu sagen an die, die die ganze Sache vorbereitet, organisiert und zum guten Ende gebracht haben.
Das waren Lutz Höhne als Organisator und Tourchef, Grit Hoffmann und Mechthild Pancke als Verpflegungs- und Quartierkommando, Harald Hoffmann als Transportkommando, Koch, und vieles andere (er hat auch die Passanten immer wieder auf das Anliegen der Fahrt im Allgemeinen und SO im Besonderen aufmerksam gemacht, Roland Pancke als Tourbegleiter, Michael Diener (Student Sozialpädagogik) als Tourbegleiter, der Verkehrswacht Kamenz für ihre Unterstützung, Kleinwachau – Sächsische Epilepsiezentrum Radeberg gGmbH, dem Fahrradladen der Inpuncto Werkstätten der Lebenshilfe OV Dresden e.V., Dank auch an die Quartiergeber auf der Strecke für ihre Unterstützung.
Das war’s für dieses Mal. Im nächsten Jahr hoffentlich wieder.
Tschüß, der Tourtagebuchschreiber
Alle Ergebnisse und Zeiten der Specialclassics 2009 finden Sie auf: www.vattenfall-cyclassics.de




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